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i)   aus: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens
von Johann Peter Eckermann   (1836–1848)

§ 1

Byron weiß sich auch gegen dergleichen, ihn selbst betreffende unverständige Angriffe seiner eigenen Nation nicht zu helfen; er hätte sich stärker dagegen ausdrücken sollen. Was da ist, das ist mein, 1 hätte er sagen sollen.* Ob ich es aus dem Leben oder aus dem Buche genommen habe, das ist gleichviel; es kam bloß darauf an, daß ich es richtig gebrauchte!* Walter Scott brauchte eine Szene aus meinem »Egmont«, und er hatte ein Recht dazu, und weil es mit Verstand geschah, so ist er zu loben. So hat er auch den Charakter meiner »Mignon« in einem seiner Romane nachgebildet, ob aber mit ebenso viel Weisheit, ist eine andere Frage.2 Lord Byrons »verwandelter Teufel« ist ein fortgesetzter Mephistopheles, und das ist recht. Hätte er aus origineller Grille ausweichen wollen, so hätte er es schlechter machen müssen. So singt mein Mephistopheles ein Lied von Shakespeare, und warum sollte er das nicht? Warum sollte ich mir die Mühe geben, ein eigenes zu erfinden, wenn das von Shakespeare eben recht war und eben das sagte, was es sollte? Hat daher auch die Exposition meines »Faust« mit der des »Hiob« einige Aehnlichkeit, so ist das wiederum ganz recht, und ich bin deswegen eher zu loben als zu tadeln.3

(am 18. Januar 1825)   [3. Auflage, Band I, Seite 133; zitiert von Karl May, Mein Leben und Streben, Kap. 7]


ii)   Links zu weiteren vermischten Zitaten Goethes

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