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i)   Karl Hugo Haase   (1827–1873)

§ 1

Die dem Angeklagten [Karl May] in erstinstanzlicher Erkenntniß zuerkannte Strafe halte ich nur deßwillen für zu hoch, weil nicht sowohl Schlechtigkeit und Böswilligkeit den Angeklagten zu den Verbrechen getrieben zu haben scheinen, als vielmehr grenzenloser Leichtsinn 1 und die angeborene Kunst 2, den Leuten etwas vorzumachen und daraus Gewinn zu ziehen. Die ganze Persönlichkeit des Angeklagten machte in der Hauptverhandlung den Eindruck eines komischen Menschen, der gewissermaßen aus Übermuth auf der Anklagebank zu sitzen schien. Und auch in den Acten kennzeichnen sich die meisten seiner Verbrechen in ihrer Ausführung mehr als leichtsinnige Streiche wie als böswillige Verbrechen, wennschon ich anerkenne, daß der Angeklagte ein gemeinschädliches Individuum ist... Hiermit glaube ich, das Wenige, was für den Angeklagten spricht, herangezogen zu haben...  3

(Karl Mays Pflichtverteidiger im Jahr 1870)   [zitiert in Heiner Plaul, Anmerkungen zu Mein Leben und Streben (Olms 1975, Seite 385f)]

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